28.01.2017

Ein Tag beim NABU

FRUCHTBARE BÖDEN – EINE ENDLICHE RESSOURCE

Es besuchten 4 Mitglieder des Vereins Vorträge beim NABU in der Blumenberger Mühle – Angermünde

Das NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle widmete sich am 20. Januar von 10 – 17 Uhr dem Boden, einer der wichtigsten Lebensressourcen des Menschen. Warum nennen wir den Boden einen Dienstleister? Was ist das Geheimnis der extrem fruchtbaren Amazonas-Erde Terra Preta? Was treiben Pflanzen mit Pilzen und Bakterien im Dunkeln? Welche Fördermöglichkeiten gibt es für ökologische Landwirtschaft?

Hintergrund:

Ein fruchtbarer Boden ist Lebensraum für viele Kleinstlebewesen, sie bauen Humus auf, setzen Dünger um und schützen vor Pflanzenkrankheiten. Locker und krümelig ist dieser Boden leicht zu bearbeiten und kann nicht nur Generationen ernähren, sondern auch Wasser zu sauberem Grundwasser filtern, Schadstoffe und Pestizide abbauen und Nährstoffe und CO² speichern. Ein solcher Boden strukturiert sich selbst und ist regenerationsfähig.

Obwohl wir das alles wissen, lassen wir es zu, dass Monokulturen das Erdreich auslaugen, Kunstdünger und Pestizide Mikroorganismen vernichten, Wind und Regen die Humusschicht auf umgebrochenen Wiesen und Weiden vermindern.

Weltweit degradierte in den letzten 30 Jahren ein Viertel der Ackerböden, 23 Prozent der Waldflächen und ein Drittel des Weidelands. Zudem soll sich der Fleisch- und Milchkonsum zwischen 2010 und 2050 fast verdoppeln, wir brauchen neue Acker- und Wiesenflächen. Es ist höchste Zeit, etwas gegen die sogenannte Degradierung des Bodens – das bedeutet die Verschlechterung seiner Fähigkeiten bis hin zu ihrem  völligem Verlust – zu tun.

Tagesprogramm:

10-11 Uhr            Die Bedeutung des Bodens im Stoffkreislauf – Dr. Anita Schwaier (Toxikologin)

11-12.30 Uhr      Terra Preta – theoretische und praktische Vortrag – Dr. Haiko Pieplow (FU Berlin)

12.30 – 13 Uhr    Mittagessen und Gespräche

13 – 14 Uhr          Was passiert mit dem Dung von Kuh, Wildschwein & Co? – Prof. Dr. Nico Blüthgen (TU Darmstadt)

14 – 15 Uhr          „Gemeinsam Boden gut machen“ – Neue Bio-Bauern gesucht und Förderungsmöglichkeiten für ökologische Landwirtschaft                               Julia Aspodien (NABU)

15 Uhr                  „Landstück“   Dokumentarfilm von Volker Koepp – (der Regisseur war anwesend)

 

Filmplakat (Salzgeber & Co. Medien GmbH):